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Sonntag, 19. April 2009
"Yen-shui-fong-pao" oder "Sylvester für Verrückte"
fremdlandmensch, 20:08h
Eine Woche nach der Chinese-New-Year bin ich mit den Leuten vom Roundtrip (ausser Stephen, der schon wieder in D war) dann nach Yen-Shui gefahren. Das ist ein Dorf im Norden von Tainan, in dem jedes Jahr zum Abschluss der Feiertage ein etwas "anderes" Fest stattfindet. Dabei werden in der ganzen Stadt einachsige Wagen mit Heiligenstatuen herumgeschoben, von Leuten die sich von oben bis unten in Klamotten und Panzertape gehüllt haben und (wenn sie noch einigermaßen richtig im Kopf sind) Motorradhelme tragen.
Mit diesen Wagen werden dann sozusagen "Stationen" in der ganzen Stadt abgeklappert, begleitet von einem Schaulustigen Mob und Lautsprecherwagen, die alles spielen von Drum 'n' Bass bis "Pekingopern-Mukke".
Die "Stationen" sind im Prinzip Batterien aus D-Böller-Matten und auf die Menge gerichteten mini Raketen mit Pyros an der Spitze. Die Jungs mit den Wagen und andere Lebensmüde stellen sich dann also auf die ausgelegten D-Matten und genau vor die Raketen.
Der Clou: Je öfter man getroffen wird und je mehr das weh tut, desto mehr Glück und Erfolg hat man im nächsten Jahr, weswegen jeder versucht soviel wie möglich zu kassieren :D. Fraglich ist allerdings, ob das wirklich zu Glück und Erfolg führt, wenn man dabei blind oder taub wird, was schon desöfteren passiert sein soll. Zumindest den Leuten, deren Haus dieses Jahr feuer gefangen hat und abgebrannt ist, hat es kein Glück gebracht. Oder vielleicht gerade weil sie zuhause geblieben sind...
However wir waren jedenfalls auch gut augerüstet, wie ihr auf den Bildern sehen könnt, und so haben wir uns zumindest so nah an die Dinger rangestellt, dass es gut Fun gemacht hat. Sobald gezündet wurde fingen alle an zu tanzen und die Heiligenwagen sind vor- und zurück gewippt. Zu geil!
Am Ende haben sie noch eine Riesenbatterie Raketen mit Bildern von Kühen und der Aufschrift "Happy-Niu-Year" (Niu ist chinesisch für Rind, und 2009 is ja Jahr der Kuh :D). Da wir so langsam die Hemmschwelle überwunden hatten, die die Meisten anderen längst hinter sich hatten, haben wir uns diesemal auch so nah rangestellt, das einige von uns (ich nicht :D) im "Raketenhagel" den einen oder anderen blauen Felck kassiert haben. Is schon krass, wenn einem direkt vorm Visier ne Rakete explodiert!
Nichtsdestotrotz hätten wir vielleicht doch noch ein paar Blessuren mehr mitnehmen sollen, denn von Glück konnte bei dem was danach passiert ist keine Rede sein: Irgend so ein Schlaukopf hatte nämlich das Licht am Auto angelassen, und die Batterie war wie vermutet leer. Zumindest haben wir das Auto nichtmehr angekriegt! Naja obwohl wir wussten, dass das bei nem Automatikauto nich geht, haben wir aus Verzweiflung versucht anzuschieben. Sinnlos!
Zum Glück haben wir ein paar Leute getroffen, die uns Starthilfe geben wollten. Keine Ahnung, obs an unseren dilletantischen Anschiebversuchen lag oder whatever, aber auf Jeden hat das nix gebracht und der Anlasser hat auch irgendwie komische Geräusche gemacht. Uns blieb also nix übrig, als uns von einem der Leute gegen Cash nach Hause fahren zu lassen. War zum Glück durch vier Leute nich teuer und billiger als Taxi, und für das Auto mussten wir auch nix zahlen, da es gegen sowas versichert war. Vielleicht hat der Beschuss ja doch was gebracht ;).
Mit diesen Wagen werden dann sozusagen "Stationen" in der ganzen Stadt abgeklappert, begleitet von einem Schaulustigen Mob und Lautsprecherwagen, die alles spielen von Drum 'n' Bass bis "Pekingopern-Mukke".
Die "Stationen" sind im Prinzip Batterien aus D-Böller-Matten und auf die Menge gerichteten mini Raketen mit Pyros an der Spitze. Die Jungs mit den Wagen und andere Lebensmüde stellen sich dann also auf die ausgelegten D-Matten und genau vor die Raketen.
Der Clou: Je öfter man getroffen wird und je mehr das weh tut, desto mehr Glück und Erfolg hat man im nächsten Jahr, weswegen jeder versucht soviel wie möglich zu kassieren :D. Fraglich ist allerdings, ob das wirklich zu Glück und Erfolg führt, wenn man dabei blind oder taub wird, was schon desöfteren passiert sein soll. Zumindest den Leuten, deren Haus dieses Jahr feuer gefangen hat und abgebrannt ist, hat es kein Glück gebracht. Oder vielleicht gerade weil sie zuhause geblieben sind...
However wir waren jedenfalls auch gut augerüstet, wie ihr auf den Bildern sehen könnt, und so haben wir uns zumindest so nah an die Dinger rangestellt, dass es gut Fun gemacht hat. Sobald gezündet wurde fingen alle an zu tanzen und die Heiligenwagen sind vor- und zurück gewippt. Zu geil!
Am Ende haben sie noch eine Riesenbatterie Raketen mit Bildern von Kühen und der Aufschrift "Happy-Niu-Year" (Niu ist chinesisch für Rind, und 2009 is ja Jahr der Kuh :D). Da wir so langsam die Hemmschwelle überwunden hatten, die die Meisten anderen längst hinter sich hatten, haben wir uns diesemal auch so nah rangestellt, das einige von uns (ich nicht :D) im "Raketenhagel" den einen oder anderen blauen Felck kassiert haben. Is schon krass, wenn einem direkt vorm Visier ne Rakete explodiert!
Nichtsdestotrotz hätten wir vielleicht doch noch ein paar Blessuren mehr mitnehmen sollen, denn von Glück konnte bei dem was danach passiert ist keine Rede sein: Irgend so ein Schlaukopf hatte nämlich das Licht am Auto angelassen, und die Batterie war wie vermutet leer. Zumindest haben wir das Auto nichtmehr angekriegt! Naja obwohl wir wussten, dass das bei nem Automatikauto nich geht, haben wir aus Verzweiflung versucht anzuschieben. Sinnlos!
Zum Glück haben wir ein paar Leute getroffen, die uns Starthilfe geben wollten. Keine Ahnung, obs an unseren dilletantischen Anschiebversuchen lag oder whatever, aber auf Jeden hat das nix gebracht und der Anlasser hat auch irgendwie komische Geräusche gemacht. Uns blieb also nix übrig, als uns von einem der Leute gegen Cash nach Hause fahren zu lassen. War zum Glück durch vier Leute nich teuer und billiger als Taxi, und für das Auto mussten wir auch nix zahlen, da es gegen sowas versichert war. Vielleicht hat der Beschuss ja doch was gebracht ;).
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