Mittwoch, 8. April 2009
25.-30.01.09: Roundtrip
Nachts um drei Uhr gings dann mit dem Bus ab nach Taibei, wo Nico schon mit Stephen (einem Kumpel aus Deutschland) und dem Auto auf uns wartete. Vorher haben wir wie schon gesagt mit Ale's Hostfamily Chinese New Year gefeiert, und allerlei witzigen Kram mit seinem kleinen Hostbrother angestellt. Aber keine Sorge, dem Kleinen hat das nicht geschadet ;). Ich glaube wenn der mal älter ist wird er auf jeden Fall richtig cool.
Naja jedenfalls gings nach einer viel zu kurzen Fahrt im Bus, mit privatem Bildschirm zum Filme gucken und verstellbarem Riesensessel (die Tickets hätten wir auch billiger kriegen können, waren aber immernoch krass günstig)), von Taibei mit dem Auto die Ostküste runter. Erster halt war Taroko Gorge, der berühmteste Nationalpark Taiwans. Und das zu recht, denn die Landschaft ist echt Atemberaubend! Das ganze wurde noch dadurch getoppt, dass wir anstatt des normalen Wanderweges den Weg durchs Flussbett vorgezogen haben, was nicht nur mehr Spass gebracht hat sondern uns auch einige Versteckte Plätze offenbarte, die wir sonst nicht gesehen hätten.
Am Abend des nächsten Tages ging es dann weiter die Küste entlang Richtung Süden zur unserer nächsten Station: Hueishuei, zum Raften! Nachdem wir die Nacht neben dem Raftingzentrum gecampt haben, ging es dann morgens gegen 11:00 aufs Wasser. Ungünstigerweise war in unserem Boot noch eine taiwanesische Großfamilie, die das ganze offensichtlich als netten Neujahrs-Familienausflug ansah und nicht daran dachte zu paddeln oder sonst irgendwie zum Erfolg der Aktion beizutragen. Der einzige, der anscheinend was für Action übrig hatte und auch mitgeholfen hat war der Großvater :D. Da es zwar einige echt geile Stromschnellen gab und einmal auch verdammt knapp wurde, aber dazwischen manchmal etwas langweilig war, ham wir die Zeit stattdessen damit verbracht, uns über Bord zu schmeißen oder einfach so schwimmen zu gehen, was unsere Mitstreiter (mit Ausnahme des Opas) nicht wirklich so nice fanden... was solls man will ja was draus machen :D. Nachdem wir am Meer angekommen sind, wurden wir dann von nem Kamikaze-Fahrer, der sich während der Fahrt ununterbrochen 90er-Billigtechno reingezogen hat, durch die Berge zurück nach Hueishuei gefahren. Hat sich gelohnt!
Noch am Abend sind wir dann weiter die Küste runter bis nach Taidong gefahren. Dort schlugen wir unsere Zelte auf dem Gelände einer Elementary-School auf, was hier vollkommen normal ist. Ausser uns war noch eine Gruppe Pfadfinder da, die uns erstmal fett zum saufen animieren wollten. Felix und ich hatten uns allerdings vorher mit irgendwas den Magen verdorben und so wurde daraus nix. Das Traumwetter, von dem wir am nächsten morgen aus unseren Zelten vertrieben wurden, machte das allerdings wieder gut und so war das ganze auf der Straße nach Kenting schon halb vergessen.
"Kenting National Park", damit assoziieren die meisten Taiwanesen Party, Palmen, Weiber und... naja vielleicht grünen Tee ;). Kenting selbst ist ein relativ kleines Dorf an der Südküste Taiwans (eher eine Südspitze), in der wohl 99,9% der Einwohner vom Tourismus leben. Es gibt Bars, Restaurants, Läden für Strandkram und sogar nen Surfshop(!). Allerdings sollte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht in den Genuss kommen, dessen Dienste in Anspruch zu nehmen. Da wegen Chinese New Year sogut wie alle Hotels ausgebucht waren, sind wir letztendlich in einer kleinen Scuba-Base ausserhalb Kentings untergekommen, was sich aber als echten Glückstreffer entpuppte. (Man beachte die Kippe in der Chipshand :D) Dadurch, dass wir n Auto hatten, konnten wir am nächsten Tag zum schönsten und abgelegensten Strand fahren, der aber wegen der Feiertage trotzdem recht voll war.
Am Abend sind Ale, Felix und ich dann mit dem Bus zurück nach Tainan gefahren, während Nico und Stephen die Tour noch für eine weitere Woche fortgesetzt haben. Wir mussten ab Montag wieder arbeiten...

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